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Von sensibler Kinderhaut bis TikTok-Trends – was Kinderhaut wirklich braucht

Von sensibler Kinderhaut bis TikTok-Trends – was Kinderhaut wirklich braucht

Wenn Kinderhaut zur Beauty-Baustelle wird

Ganz ehrlich: Ich dachte früher mal, Kinderhaut braucht nicht viel. Wasser, ein bisschen Creme, gut ist. Aber in den letzten Jahren hat sich einiges verändert. Und nicht unbedingt zum Guten. Heute sitzen manchmal 11- oder 12-jährige Mädchen bei uns im Kosmetikinstitut und fragen nach dem "stärksten Anti-Aging-Booster". Andere wollen "unbedingt Collagen". Kein Witz. Und klar: Ich schick sie wieder weg. Weil ich finde, wir Erwachsenen haben die Aufgabe, Kinderhaut zu schützen – nicht sie zum Versuchslabor für Social-Media-Trends zu machen.

In diesem Blogbeitrag möchte ich Dir einen ehrlichen, fundierten und gut recherchierten Überblick geben über das, was Kinderhaut tatsächlich braucht. Von der Babypflege bis zu den "Sephora Kids" und warum die Marke Toofruit aus meiner Sicht eine der besten Antworten auf all das ist.


1. Kinderhaut ist keine kleine Erwachsenenhaut

Das ist vielleicht die wichtigste Botschaft dieses Beitrags. Kinderhaut ist deutlich dünner als unsere, die Hornschicht ist nicht vollständig ausgebildet und die Talgdrüsen arbeiten noch auf Sparflamme. Das heißt: Weniger Eigenschutz, höhere Durchlässigkeit und ein deutlich höheres Risiko für Reizungen, Allergien und Feuchtigkeitsverlust.

Was das in der Praxis bedeutet? Kinderhaut braucht sanfte, schützende Pflege, die Feuchtigkeit bewahrt, Reizungen vermeidet und die Haut in Ruhe reifen lässt.


2. Babypflege: Sanft starten

In den ersten Monaten ist weniger wirklich mehr.

  • Ein Bad pro Woche reicht in der Regel völlig aus.

  • Wasser reicht meist als Reinigungsmittel – maximal mit einem milden, rückfettenden Badezusatz.

  • Nach dem Baden: ein pflegendes Öl oder eine Creme, die keine Duftstoffe oder kritische Konservierungsmittel enthält.

Die Haut von Neugeborenen ist besonders empfindlich für Duftstoffe, Alkohol, synthetische Tenside. Genau das, was viele "süß duftenden Babyprodukte" enthalten. Und da beginnt oft das Problem.


3. Vorschulkinder: Schutz, Pflege, Sonnenschutz

Ab ca. 3 Jahren wird die Haut robuster, aber die Pflege bleibt wichtig. Jetzt geht es vor allem um:

  • Feuchtigkeit (besonders nach dem Baden)

  • Schutz (z. B. durch Wind & Wetter-Cremes im Winter)

  • Und: Sonnenschutz! Kinderhaut speichert UV-Schäden. Wer im Kindesalter zu viel Sonne bekommt, erhöht sein Hautkrebsrisiko im Erwachsenenalter deutlich.

Hier ist für mich der Zeitpunkt, wo Toofruit ins Spiel kommt.


4. Toofruit: Natürliche Kinderpflege mit Konzept

Toofruit ist eine zertifizierte Bio-Marke aus Frankreich, die sich auf die Bedürfnisse von Kinderhaut zwischen 3 und 12 Jahren spezialisiert hat. Was ich daran mag:

  • Die Produkte sind dermatologisch getestet

  • Ohne Parabene, Silikone oder Sulfate

  • Ohne ätherische Öle oder reizende Duftstoffe

  • Und: Die Rezepturen basieren auf Fruchtextrakten, die nicht nur pflegen, sondern für Kinder auch spannend sind (Stichwort: Akzeptanz)

Es gibt Duschgele, Cremes, Shampoos, Deos – alles mit dem Ziel: die Haut zu unterstützen, nicht zu überpflegen.


5. Grundschulalter: Der Wunsch nach "eigenen Produkten"

Spätestens ab der Grundschule wollen viele Kinder "ihre eigene Creme". Und das ist auch völlig okay. Denn das ist die Phase, in der sie anfangen, ihre Körperpflege selbst zu übernehmen.

Wichtig ist nur: Gib ihnen Produkte, die für Kinderhaut gemacht sind.

  • Keine Erwachsenenkosmetik

  • Keine Anti-Aging-Wirkstoffe

  • Keine aggressive Reinigung

Toofruit bietet genau das: Pflege, die wie "echte Kosmetik" aussieht, aber ohne kritische Inhaltsstoffe daherkommt.


6. Pubertät: Wenn sich alles verändert

In der Pubertät beginnt die Haut, sich zu wandeln. Talgproduktion steigt, erste Unreinheiten tauchen auf. Jetzt kann Pflege ein Thema werden – aber bitte mit Augenmaß:

  • Eine milde Reinigung reicht oft aus

  • Bei Bedarf: ein klärendes Tonic oder eine leichte Creme

  • Punktuelle Pickelpflege ja – aber kein Full-Face-Anti-Akne-Programm für jedes Kind


7. "Sephora Kids": Wenn Social Media zur Hautpflegeberatung wird

Und dann ist da dieser Trend, der mir ehrlich gesagt Sorgen macht. "Sephora Kids" nennt man mittlerweile die Generation von (vor allem Mädchen) zwischen 9 und 14, die TikToks von Hautpflege-Routinen schauen und plötzlich wissen wollen, was Retinol, Collagen oder AHA-Säuren sind.

Ich verstehe das Interesse. Ich liebe Hautpflege ja auch. Aber: Diese Produkte sind für Kinderhäute nicht gedacht.

Viele Wirkstoffe wirken zu stark, zerstören die Hautbarriere oder führen zu Sensibilisierungen. Und wenn Kinder mit 12 schon Anti-Aging-Cremes benutzen – was sollen sie mit 30 machen?


8. Kosmetikinstitut? Ja. Anti-Aging-Behandlung? Nein.

Ich hab nichts dagegen, wenn Jugendliche Interesse an Hautpflege haben. Ich find’s sogar gut. Aber bei uns im Institut sage ich ganz klar: Wer unter 16 ist, bekommt keine Anti-Aging-Produkte. Punkt.

Wenn eine 13-Jährige nach "dem besten Collagen-Serum" fragt, erkläre ich ihr, warum ihre Haut das (noch) nicht braucht. Stattdessen empfehle ich ihr eine milde Reinigung, ein leichtes Feuchtigkeitsserum – und vielleicht eine Maske mit beruhigender Wirkung. Punktuell. Nicht dauerhaft. Nicht dramatisch.


9. Pflegeberatung für Eltern: Worauf solltest Du achten?

  • Vermeide "erwachsene" Kosmetiklinien mit Wirkstoffbomben

  • Achte auf Siegel: Naturkosmetik, dermatologisch getestet, Bio-Qualität

  • Sprich mit Deinem Kind über Hautpflege: Was braucht Deine Haut? Was sagt sie Dir?

  • Sei Vorbild: Wenn Du selbst auf Hautpflege achtest, wird Dein Kind es lernen – aber nicht blind kopieren


10. Mein Fazit: Kinderhaut braucht Liebe. Nicht Layering.

Ich wünsche mir, dass wir als Eltern, Onkel, Tanten, Kosmetiker*innen und Freunde Kindern helfen, ihre Haut zu verstehen. Nicht sie zu verunsichern. Nicht mit Produkten zu überfrachten. Nicht mit Anti-Aging-Botschaften zu belasten, bevor sie überhaupt ein Pickelchen hatten.

Kinderhaut ist zart, schlau, schützenswert. Und sie braucht unsere Hilfe, um gesund erwachsen zu werden. Nicht unsere Kosmetik.

Und wenn Du eine Marke suchst, der ich in diesem Bereich wirklich vertraue: Toofruit.

Weil es nicht nur um Pflege geht – sondern auch um Haltung.

Dein Marco von der Beautymanufactur